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November 1938 II

"Atatürk, treuer und aufopfersicher Diener unserer Nation, Gründer unserer Republik, auserwählte Persönlichkeit, der Du das Menschheitsideal liebtest, unvergleichlicher Held, das Vaterland dankt Dir..."
Staatspräsident Ismet lnönü, 22.11.1938 in der Zeitung ULUS

"Atatürk war ein Kommandant mit Genie. Erforscht man sein Leben als Soldat, so stellt man fest, dass er nicht nur der größte Kommandant unseres Jahrhunderts, sondern der Geschichte überhaupt ist."
Schriftsteller Abidin Daver, 11.11.1938 in der Zeitung CUMHURIYET

"Er war in allem, was einen Türken darstellt. Sein Schatten füllt die Plätze, wacht über die Berge. Sein Blick schaut bis auf die Spitzen Entferntester Zweige und tiefster Winkel. Jedes Haus, jeder Tag hatte sich daran gewöhnt, von ihm ein Zeichen zu bekommen'
Schriftsteller Peyarni Safa, 11.11.1938 in der Zeitung CUMHURIYET

"in dieser Minute ist meine Zunge wie gelähmt. Sie bringt nicht diese Worte aus meinem Mund: "Atatürk ist tot." Er war das Leben in Person. Er schuf nicht nur ein Vaterland, sondern stattete es mit tausend Früchten der Zivilisation aus. 'Kann ein Mensch, der den Tod so verachtete, sterben wie jeder?'
Schriftsteller Selahaddin Güngör, 11.11.1938 in der Zeitung CUMHURIYET

'Atatürk war das größte Antlitz auf der Welt'. Mit jedem vergehenden Tag wird die Welt das besser begreifen. In den dunkelsten und blutigsten Tagen der Nation hat er sich nicht dem Absolutismus gebeugt, sondern trat an die Spitze der Nation und schuf ihr eine neue Welt. Er ist nun von uns gegangen. Aber wir werden die Republik, die er gründete und der Jugend anvertraute, bis in alle Ewigkeit am Leben erhalten. Seine Eigenschaft als großer Befreier und Gründer wird in die Geschichte eingehen."
Prof. Dr. Cemil Bilsel, 13.11.1938 in der Zeitung CUMHURIYET

"Jeder stirbt. Das ist das Gesetz der Natur, an das wir erinnert werden bei jedem Schlag eines Nagels in den Sarg. Und jedem bleibt sein Gedanke bei den verbliebenen. Auch Atatürk ist gestorben. Doch er starb zufrieden und seine Gedanken blieben nicht bei den verbliebenen Menschen zurück."
Schriftsteller und Dichter Cahid Sitki Taranci, 20.11,1938 in der Zeitung CUMHURIYET

"Wie sehr Dich die Herzen deiner um Dich weinender Kinder in sich geschlossen haben, haben wir Dir zu Deinen Lebzeiten nicht ausreichend gezeigt, so intensiv, sie wir es wollten. Du hast nicht gesehen, wie sehr dieses Vaterland erfüllt ist mit Dir. Du hast es nicht gesehen..."
Nadir Nadi Abalioglu, 20.11.1938 in der Zeitung CUMHURIYET

"Wie lieben ihn so sehr wie unser eigenes Leben. Sein Tod schmerzt uns an der tiefsten Stelle unserer Herzen. Das ist natürlich. Wer kann uns wegen unserer bitteren Tränen einen Vorwurf machen? Aber er ist es, der uns sagt, dass wir nicht das Recht haben uns selbst so sehr kaputt zu machen."
Schriftsteller Kazim Nami Duru, 21.11.1938 in. der Zeitung CUMHURIYET

'Sein Finger wird jungen Generation den Weg zeigen, diese Generation danach der darauf folgenden."
Schriftsteller Burhan Belge, 11.11.1938 in der Zeitung CUMHURIYET

'Wenn Sie gestern die kleinen Kinder gesehen haben, die mit Tränen in den Augen die Schule verließen, werden Sie sehr gut festgestellt haben, wie sehr die Nation diesen Mann, der selbst in den kleinen Herzen unserer Kinder einen so großen Platz hat, mit beinahe übermenschlicher Liebe geliebt hat. Um ein Mensch werden zu können, der Atatürk gerecht ist, müssen wir uns schwören, niemals die Route zu verlassen, die zum Ziel seines Werkes führt."
Schriftsteller und Dichter Yasar Nabi Nayir, 11.11.1938 in der Zeitung ULUS

"Der Geist Atatürks wird stets unseren Weg erleuchten. Unser Chef hat uns etwas wertvolles überlassen. Die türkische Nation wird ihn stets an ihrer Seite wissen, während sie mit Disziplin und Glauben den von ihm gezeigten Weg verfolgen wird. Atatürk ist nicht tot."
Prof. Dr. Ahmed Sükrü Esmer, 11.11.1938 in der Zeitung ULUS

'Er war der Architekt, Gründer und Schützer des Vaterlandes. Unsere Aufgabe ist es, es zu wahren. Sein verewigter Name ist unsere Fahne und unsere Kraft. Er hat uns beigebracht, nicht aufzugeben. Jedes Trauerwort wäre zu wenig. Es findet sich kein Wort, dass unseren Schmerz lindern würde."
Schriftsteller Kemal Zeki Gencosman, 11.11.1938 in der Zeitung ULUS

"Er war es, der das "Nach Ihm" am besten erkannte. Hätte er in diesen drei Trauertagen die Straßen und die Häuser gesehen und am 11.11.1938 die Plenarsitzung des Parlamentes verfolgt, hätte er jene gesehen, dies einen Tod wie eine Katastrophe empfinden - er hätte das abgelehnt."
Schriftsteller Falih Rifki Atay,13.11.1938 in der Zeitung ULUS

"Jene Sonne, die seit sechs Monaten langsam immer weniger schien, ist bis in alle Ewigkeit erloschen. Letzterndes ist auch dieser große Mann, der wie wir aus Fleisch und Blut war, gestorben. Das ist das Gesetz der Natur. Aber der Horizont, den er der Menschheit öffnest, wird mit all seinen Farben und all seiner Leuchtkraft bis in alle Ewigkeit leben. Über Atatürk wurde viel geschrieben. Vieles wird noch geschrieben werden."
Abgeordneter Necip Ali Kücüka, 14.11.1938 in der Zeitung ULUS

"Die größte Sünde gegen ihn haben jene begangen, die ihn als "Diktator" bezeichneten. Jene haben nicht verstanden, dass sein Thron auf der Liebe und dem Respekt des Volkes stand. Jene haben nicht erkannt, dass er ein Alleiniger war, da er sich auf die Einheit des Volkes stützte. Wenn Demokratie bedeutet, dass das Volk der alleinige Herrscher ist, so erlebte 
die Geschichte mit ihm den ersten puren Demokraten."

Schriftsteller Vedat Nedim Tör, 15.11.1938 in der Zeitung ULUS

'Der ganzen Welt hat er ein Duell gestellt. Mit Begeisterung sehen wir aber:
Er hatte auf der ganzen Welt nicht einen Feind. Selbst die stürmischsten Feinde begeisterte er mit seinem heldenhaften Geist. Dies ist sein vollbrachtes Wunder. Vielleicht das größte Wunder überhaupt. In der Geschichte ist er das einzige Genie, das keinen Feind hat."

Schriftsteller Vala Nureddin,14.11.1 938 in der Zeitung AKSAM

"Atatürk hat keine Nation erschaffen. Er persönlich war eine Nation. 
Er kam aus der Nation und kehrte zur Nation. Er ist ein Universum der Meinung, als Soldat, Staatsmann und Denker hat er zu Lebzeiten nur für eines gekämpft: Die türkische Renaissance."

Schriftsteller Sadri Ertern, 14.11.1938 in der Zeitung KURUN

"Das größte Glück der Türken, nachdem er seinen großen Sohn Atatürk verloren hat, ist es, dass sich Hände finden, die sein Werk Weitertragen werden."
Schriftsteller M. Zekeriya Sertel, 14.11.1938 in der Zeitung TAN

"Es ist sehr schwierig, das Leben und Werk Atatürks in einer einzigen Rede zu erläutern. Mit Erlaubnis gestatte ich mir jedoch von diesem Pult, der die Herrschaft des von ihm geliebten und vertrauten Volkes symbolisiert, einen Appell an seinen Geist: Atatürk, Dich zu lieben und zu respektieren ist die nationale Aufgabe eines jeden türkischen Vaterlandspatrioten."
Ministerpräsident Celal Bayar, 17.11.1939 in der Zeitung ULUS

"Wo ich hingehe, glaube ich ihn anzutreffen. Wo ich hinblicke, scheine ich ihn zu sehen. So sehr haben wir uns daran gewöhnt, ihn dort zu sehen, wo dieses Jahrhundert große Ereignisse beschert, 'dass ihn meine Augen unter dem Trauerzug gesucht haben."
Prof. Suud Kemal Yetkin, 23.11.1938 in der Zeitung ULUS

"Unbeschreiblich ist mein Schmerz gegenüber dem Tod Atatürks. Doch für alle, die diesen Schmerz teilen, gibt es etwas, was lindernd wirkt: Atatürk ist tot, aber der Kemalismus wird niemals sterben. Dies ist ein Ideal.
"Prof. Ismail Hakki Baltacioglu, 11.11.1938 in der Zeitung SON POSTA

"Was kann ich schon sagen, während mein Herz voller Schmerz ist? Öffnen Sie das Herz aller 18 Millionen Staatsbürger. Wo es dort blutet, da blutet es auch in mir. Ich teile die Gefühle der ganzen türkischen Nation."
Schriftsteller lsmail Habib Sevük, 11.11.1938 in der Zeitung SON POSTA

"Unsere Wunde ist tief, unser Schmerz groß. Seit gestern versuchen wir uns gegenseitig den Schmerz zu lindern. Wir haben einen Menschen verloren, der den Respekt der ganzen Welt gewonnen hatte. Weder die türkische Geschichte, noch die Weltgeschichte hat je einen so Übermenschen verloren."
Schriftsteller Cahid Morkaya, 11.11.1938 in der Zeitung SON POSTA

"Der Hammerschlag auf meinen Kopf lässt langsam nach. Meine verwundenen Blicke suchen in den Straßen Ankaras seine Existenz."
Schriftsteller Ercüment Ekrem Talu, 11.11.1938 in der Zeitung SON POSTA