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Anekdoten

Wie viele Packungen am Tag?


Ein ausländischer Arzt, der Atatürk behandelt, fragt: Ein ausländischer Arzt, der Atatürk behandelt, fragt:

"Sie rauchen vermutlich sehr viele Zigaretten, Exzellenz?"
Atatürk: "Das stimmt".
Der Arzt: "Sie müssen etwas weniger rauchen.'
Daraufhin Atatürk: 'Das ist schon möglich. Aber sagen Sie mir, was Sie unter
weniger Rauchen‘ verstehen.
Der Arzt: 'Wie viele Pakete rauchen Sie denn am Tag?"
Atatürk: "Etwa acht Pakete."
Der Arzt entsetzt: "Rauchen Sie höchstens eine Packung am Tag."
Atatürk lächelnd: 'Herr Doktor, ich rauche sowieso nur eine Packung am Tag,
aber nunmehr tue ich es mit Ihrer Erlaubnis."

Bis, Bis...

In den Tagen, in denen Mussolini mit seinen Reden die Türkei in Angriff nahm, begegnet Atatürk auf einem Spaziergang einem singenden Hirten. Atatürk, der dem Hirten zuhört, bittet ihn das Lied zu wiederholen und ruft dabei klatschend "Bis, bis...". Der Hirt kann sich daraus keinen Reim bilden, woraufhin Atatürk ihm die Bedeutung seines Rufs erläutert: "Bis, bis‘ das bedeutet einen Aufruf zum Wiederholen und ist daher auch gleichzeitig ein Ausdruck des Gefallens". Nach dieser Erklärung zieht Atatürk einen Geldschein aus der Tasche und gibt ihn dem Hirten. Der Hirt blickt auf den Schein in seiner Hand, richtet seine Augen erneut auf Atatürk und ruft "Bis, bis..." Atatürk lacht und wendet sich an seine Begleitung: "Wenn Mussolini dies gesehen hätte, hätte er schon verstanden, mit wem er sich anlegt..'

"Es würde ihnen dreckig gehen..."

Atatürk besucht in Istanbul eine Schule und besichtigt eine Klasse in der gerade über Ägypten unterrichtet wird. Atatürk fragt eines der Kinder: 'Wenn es den Nil nicht gäbe, was würde aus Ägypten werden?" Das Kind denkt lange nach und antwortet dann: "Es würde den Ägyptern dreckig gehen...' Atatürk gefiel diese Antwort sehr.

Verwaltung ohne Peitsche

Auf einer Spazierfahrt mit der Straßenbahn fragt Atatürk den Straßenbahnschaffner: "Kontrollierst Du die Pferde immer mit der Peitsche?"
Der Straßenbahnschaffner: "Ja mein Pascha. Das ist ohne Peitsche nicht möglich. "Daraufhin Atatürk: "Auch ich bin ein Verwalter und habe Hunderttausende verwaltet, aber nie die Peitsche benutzt..."

Soll warten

Atatürk beantragt ein Gespräch mit dem Außenministerium Osmanischen Reich. Atatürk, damals ein junger Offizier, begibt sich ins Ministerium, wo er angemeldet wird. Ein Bediensteter gibt dem Außenminister Bescheid, kommt danach ins Wartezimmer zurück und meldet Atatürk: "Soll warten..." .Nach einer Weile bemerkt Atatürk, dass einige nach ihm gekommenen Besucher vor ihm empfangen werden und sagt zum Bediensteten: "Seine Exzellenz hat mich wohl vergessen.' Der Bedienstete geht fragen, kommt zurück und meldet: "Sollwarten.." Während des Wartens vertieft sich Atatürk mit einem anderen in ein Gespräch. Mitten im Gespräch kommt der Bedienstete und meldet. "Seine Exzellenz erwartet Herrn Mustafa Kemal.' Daraufhin wendet sich Atatürk kurz zum Bediensteten und sagt "Soll warten..."

Wie fliegt dieses Flugzeug?

An einem Tag in der Zeit des Befreiungskrieges ist Atatürk mit einem Hodscha
im Gespräch, indes fliegt ein Flugzeug über ihnen hinweg, woraufhin Atatürk fragt: "Mein Hodscha, wie ist es möglich, dass dieses Flugzeug fliegt?". Der Hodscha: "Woher kann ich das wissen. Das hat uns keiner beigebracht.' Daraufhin Atatürk: "Nun gut, aber was weißt Du dann Hodscha?" Der Hodscha: "Wenn Du sagst, dass ich ins Flugzeug steigen soll, so tue ich es. Wenn Du sagst, dass ich abspringen soll, dann tue ich auch dies. Das ist es, was ich weiß und das habe ich von Dir gelernt mein Pascha. Atatürk, beeindruckt: 'Lebe lang Hodscha. Auch ich bin wie Du. Um keinen Preis lehne ich einen Willen der Nation ab."

Sie haben die Lehrerinnen gerufen?

Im Jahre 1922 versammelt sich die Vereinigung der Lehrer in Ankara. Da auf diese Versammlung auch die Lehrerinnen berufen wurden, wurde dies von den stark religiös veranlagten Abgeordneten kritisiert. Empört beklagten sie sich bei Atatürk, der daraufhin gleich den Vorsitzenden der Vereinigung bestellte und zu ihm sagte:
"ich höre, Sie haben da auf der Versammlung etwas getan. Wie unanständig von Ihnen..." daraufhin der Vorsitzende: "Aber mein Pascha. Ich schwöre Ihnen..." Atatürk unterbrach ihn und indes strahlten die Kritisierenden. Atatürk zum Vorsitzenden: "Lassen Sie das, ich weiß über alles Bescheid. Sie haben auch Lehrerinnen eingeladen. Aber ist es nicht unanständig von Ihnen, dass Sie sie getrennt von den Männern haben sitzen lassen? Vertrauen Sie sich selbst nicht, oder haben Sie etwa kein Vertrauen in die Tugend der türkischen Frau?'

Daraufhin schlichen die kritisierenden Abgeordneten beschämt aus dem Zimmer.

Das Feld meines Vaters

Eines Tages bemerkt Atatürk einen Bauern, der in der Atatürk Baumschule ein Feld bestellt. Atatürk: "Was tust Du hier?" Der Bauer: "ich bestelle das Feld."
Atatürk: "Nun ja, aber gehört das Feld den Dir?' Der Bauer: "Nein, es gehört Atatürk." Daraufhin Atatürk: 'Aber weißt Du denn nicht, dass Du nicht ein Feld bestellen kannst, ohne Erlaubnis des Besitzers?" Der Bauer: "Das weiß ich schon, aber ich habe ein Recht dieses Feld zu bestellen. 'Atatürk: 'Woher nimmst Du Dir dieses Recht?".
Der Bauer: 'Atatürk ist unser Vater. Und ist es eine Schuld, das Feld meines Vaters zu bestellen?'
Atatürk: "Du hast Recht...'

"Zu spät..."

Alexander, König von Jugoslawien auf Staatsbesuch in der Türkei. Der König beim Empfang an Atatürk: " Exzellenz, ich muss Ihnen etwas beichten. Hätten wir damals den Versprechungen aus Europa Glauben geschenkt, so hätten wir, statt der Griechen, Anatolien besetzt." Atatürk reicht dem König die Hand und sagt: "Zu spät Exzellenz, zu spät.."

"Nun können wir reden"

In jenen Tagen, in denen es Italien auf die Mittelmeer - Provinzen der Türkei absah, trat der italienische Botschafter bei Atatürk vor und nahm es sich heraus ihm Mussolinis Behauptungen zu übermitteln. Atatürk zum Botschafter: "Warten Sie einen Augenblick. Gleich können wir miteinander reden." Atatürk begab sich ins Nebenzimmer, zog sich seine Militäruniform an und kam ins Zimmer zurück.
Atatürk zum Botschafter: "Nun können wir reden..."

Atatürk ist Einer von uns

Im Jahre 1935 wurden für die Feierlichkeiten des 12.Jahrestages der Republik zahlreiche Plakate entworfen. Darunter mehrere mit folgenden Zeilen: Atatürk ist unser Größter, Atatürk ist der größte dieser Nation... Atatürk schaute sich die Plakatentwürfe lange an und strich die Sprüche durch. Darunter schrieb er:
Atatürk: Einer von uns..

Der Gefreite soll auch mal schauen

Atatürk besuchte des Öfteren die Thermalbäder bei Yalova. Einmal hatte der Wagen eine Panne und Atatürk und seine Begleitung entschlossen sich den Weg zu Fuß fort zusetzen. Der Wagen könne sie dann wieder einholen. Wegen des Besuchs Atatürks waren rechtzeitig überall Soldaten zur Sicherheit postiert. 
So kam es, dass sie einem Soldaten begegneten, der sie aufhielt: "Halt. Sie können hier nicht weiter." Daraufhin fragt Atatürk: "Warum ist das denn verboten?" Der Soldat: 'Weil Atatürk kommt.' Atatürk nähert sich dem Soldaten und fragt:
"Sehe ich nicht aus wie Atatürk?" Der Soldat schaut sich Atatürk genauer an und grübelt. Dann bläst er dreimal in seine Trillerpfeife und sagt:
"Sie sehen ihm zwar schon ähnlich aus, aber erst soll auch mal der Gefreite schauen..."